Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

242

zum Rücktritte in das Verhältniß der Leibeigenſchaft, welche ſeinem Vater angeklebt hatte, ſtündlich vor.

„Prag, die königliche Hauptſtadt,“ ſo ſagte erſich nun täglich,„ſei nicht mehr der Boden, auf dem er ungefährdet und mit Ehren für ſeine Zukunft wirken könne— und Maria, das hochgeborene Fräulein von Pernſtein, konnte einem Leibeigenen niemals ihre Hand reichen, und könnte ſie es auch, ſo war er doch vor ihrem Antlitze durch Wolsinskh zu tief erniedrigt worden, um ſich ihr noch einmal nahen zu können.“

Seine Pflicht gegen das Vaterland Böhmen, welches ihn ſeit ſeinen Jugendjahren gaſtlich genährt und gepflegt hatte, hatte er erfüllt, indem er in den Reihen der Landesvertheidiger ſein Blut für die Sache des Kaiſers verſpritzte; nun wollte und mußte er ein Land für immer verlaſſen, wo er auch fürder nur Schmach und Verfolgung vonſeite ſeiner polniſchen Herren zu gewärtigen hatte.

Johannes Proskowskh beſchloß daher, Prag und Böhmen, ja ſelbſt die Bahn der Wiſſenſchaft zu ver⸗ laſſen, die er bisher mit ſo vielem Erfolge gegan⸗ gen war.

Er beſchloß, ſich ſeinem edlen Freunde, dem Pro⸗ feſſor Plachh zu Füßen zu werfen, und ihn zu beſchwören,