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„Er hat mich gepflegt,“ ſagte er langſam und leiſe,„er hat meine Wunde gepflegt, während ich ihm fluchte.“
„Thut denen gutes, welche Euch beleidigen, und betet für die, welche Euch verfolgen,“ rezitirte der Magiſter—„ja ſeht,“ ſetzte er hinzu, indem er auf das Bündel unter ſeinem Arm deutete,„da trage ich das letzte Hemd wieder nach Hauſe, das mein edler Freund, unſer herrlicher Plachh, voll der chriſtlichen Barmherzigkeit geſtern einer armen Tag⸗ löhner⸗Frau geſchenkt, weil er keinen Pfennig mehr in der Taſche hatte. Die arme Frau hat es, um ſich Brod zu verſchaffen, in der Judenſtadt verkauft; das erfuhr ich durch den Schacherer Moſes, der täglich in unſerer Gegend herumzieht, und ſo konnte ich das Hemd wieder einlöſen, um es für den Sonn⸗ tag meinem Meiſter wieder zurechtzulegen, ſeht, ſo macht es Plachh— er hungert und friert, damit die Armen warm und vollauf haben.“
Ottowaldskh ſtand ſinnend, mit halbem Ohre nur hatte er der Lobrede des redſeligen kleinen Ma⸗ giſters gehorcht—„Und er,— er war es,“ rief er wieder,„der mich pflegte, während ich ihm fluchte!“—
„Er hat Euch mit eigener Hand aus dem Laufgraben der ſtrahower Schanze getragen,“ er⸗


