Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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zählte Magiſter Czibis weiter,„als Ihr mit ſchwin⸗ denden Kräften dort in Eurem Blute lagt— er hat für Euch gebetet auf ſeinen Knieen vor dem Altare des Herrn, und vor dem kleinen Kruzifixe an der Wand vor Eurer Thürſchwelle im Häuschen, wo Ihr im Wundfieber lagt, er hat Euch“— der kleine Magiſter konnte vor Rührung kaum weiter reden, und ſchluchzte es mehr, als er es ſprach:„er hat Euch die paar Goldgulden, die er als einziges Erbtheil von ſeiner lang entſchlafenen Mutter noch bewahrte, ja, die hat er Euch, ſeinem Todfeinde, wie Ihr ihn nennt, als letztes, was er hatte, als Reiſegeld zugeſandt, als Ihr von Prag abginget,— ich bin Augenzeuge von dieſem allem, hab's geſehen, wie Profeſſor Plachh handelt, ſchön und groß, wie der Heiland, als er einſt unter Menſchen wandelte.— Aber ſeine Rechte darf nicht wiſſen, was die Linke thut, und ſo habt Ihr es bis jetzt nicht erfahren, daß Euer vermeintlicher Feind eben der Freund, der Engel war, den Gott in Euren ſchwerſten Stunden hinter Euren Ferſen ſandte!“...

Der kleine Magiſter ſchwieg.— Tropfen auf Tropfen perlte über ſeine Wangen.., aber auch Ottowaldskh's Auge war feucht geworden.

Scham, tiefe Scham über den Groll, den er