Teil eines Werkes 
2. Band (1857)
Entstehung
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zuſammen, der in ein noch kleineres Mäntlein gehüllt, eine Laterne und ein Bündel trug, und eben in ei⸗ nige rauhe Worte des Unwillens ausbrechen wollte, als er bei dem Schimmer ſeines Lichtes das Antlit des Ottowaldskh erkannte.

„Ach!“ rief er ausweichend,„unſer Pflegling!“

Ottowaldskh blieb ſtehen—„Ihr ſeid ja wohl,“ fragte er—

„Magiſter Czibis,“ antwortete der Kleine,„Ma⸗ giſter Czibis, der Euch vor vierzehn Jahren pfle⸗ gen mußte, als der edle Profeſſor Plachh, mein ge⸗ lehrter Freund, Euch, der Ihr ſchon eine halbe Leiche wart, aus dem Stadtgraben vor der ſtrahower Schanze hervorzog, und Euch ſo das Leben rettete.“

„Wer!“ rief Ottowaldskh,—„Plachh? mein Todfeind, der Jeſuit?“—

„Ja, der,“ entgegnete der Magiſter;„Ihr habt es freilich nicht verdient, daß ein ſo edler, wahrhaft gotterfüllter Mann für Euch nur eine Hand rührte; je nun, Vater Plachh ſah in Euch auch wie⸗ der nur den Menſchen, ohne Rückſicht auf einen Dank oder ein gutes Wort.“

„Der Jeſuit alſo war es,“ rief Ottowaldstt, und allmälig wurde eine tiefe Rührung in ſeinen Zügen ſichtbar.