des Mädchens dankte ihr mit einem wehmüthigen Blicke.—
Seit den letzten zehn Jahren aber hatte Otto⸗ wald Roſen kein Lebenszeichen mehr gegeben; wohl mochten die Kriegsereigniſſe hieran ſchuld ſein, denn mancher Brief, manche Botſchaft gingen da verloren, wo die Unſicherheit der Boten und Kriegspoſten eine ſo häufige war.
Aber andere Geſtirne tauchten mittlerweile auf dem friedlichen Himmel des lobkowiciſchen Hauſes auf.
Die wechſelnden Kriegsereigniſſe hatten unter andern Offizieren auch Johann Karl Ptichowskh, den obgenannten Oberſten und Kommandanten eines Kroatenkorps und ſeinen jüngeren Bruder Karl, den erwähnten Qua⸗Hauptmann eines kaiſerlichen Fähnleins, in dieſes Haus geführt.
Edel und geſinnungstüchtig, wie beide Brüder waren, fanden ſie im lobkowiciſchen Hauſe bei gleich⸗ geſtimmten Seelen freundliche Aufnahme, und der jugendlich ſchöne Hauptmann Pichowskh der jün⸗ gere, war bald ein Günſtling der beiden Frauen Salome von Herberſtorf und Polirena von Lobkowic, und wäre, wie er es anſtrebte, auch ein Günſtling Roſa's von Pernſtein geworden, wäre nicht das Bild


