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nehmen Standesherrn oder hohen Offizier der kai⸗ ſerlichen Armada.
Er hielt ſeinen Schecken an, als er an der Eiche vorüberkam und den Knaben gewahrte.
„Sieh' da!“ rief er, ſich im Sattel emporrich⸗ tend;„ein junger Windjäger! Was ſuchſt Du hier, Knabe, und wer ſind die Leute, die eben über die Haide jagten?“.
„Ich kenne ſie nicht, lieber Herr!“ antwortete der Angeredete;„aber guter Hantirung ſcheinen ſie nicht nachzugehen; denn als ich, den Weg verfehlend, zur Eiche watete, um ein wenig Schutz vor dem Schnee⸗ ſturm zu finden, wollten ſie mich niederſtechen, weil ſie ſich von mir belauſcht wähnten.“
„Räubergeſindel!“ eiferte der ſtattliche Offizier; „werden wahrſcheinlich unter dieſer Eiche über einen Handſtreich einig geworden ſein; v, derlei Strolche ſchwirren jetzt wie Nachtfalter im Sommer auf den ſturmdurchwehten Feldern unſeres Vaterlandes herum. Aber was ſuchſt Du hier, mein Sohn, und wie heißt Du?“
„Bin der Georg vom Fiſcherhäuschen in Bud⸗ weis,“ antwortete der Knabe;„habe geſtern von mei⸗ nem Mütterlein Abſchied genommen und wollte heute abends bei dem Ohm in Krumau eintreffen. Aber
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