Teil eines Werkes 
2. Band (1829)
Entstehung
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abwarten zu wollen. Kaum war daher ſeit dem Empfange des Briefes eine halbe Stunde verfloſſen, als auch das Reitpferd, das mich nach Haders⸗ bach zu tragen beſtimmt war, ſchon geſattelt vor der Thür ſtand. Bald hatte ich die Stadt im Rücken, und flink und rüſtig trabte ich nun, die mir wohlbekannte Richtung einſchlagend, auf der Landſtraße dahin. Es war eine milde, ruhige Frühlingsnacht; kein Lüftchen regte ſich und freundlich beleuchtete der Mond mir anfangs die einſamen Pfade. Bald nach Mitternacht aber verlor ſich dieſer vom Horizont, Dunkelheit ſenkte ſich auf die Gegend hernieder, kaum die nächſten mich umgebenden Gegenſtände ließen ſich noth⸗ dürftig noch unterſcheiden und nur langſam und Schritt vor Schritt vermochte ich von jetzt an vor⸗ wärts zu dringen. Aller angewandten Vorſicht und Behutſamkeit zum Trotz, kam ich mehrmals von der Straße ab und befand mich plötzlich zwiſchen Saatfeldern oder pfadloſem Geſträuch, doch glückte es mir, immer wieder in das richtige Geleis zu gelangen; bis ich endlich, nachdem ich ungefähr drei Viertheile des Weges zurückgelegt hatte, mich in einer Waldung verirrte, wo ich