Teil eines Werkes 
2. Band (1829)
Entstehung
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was mir in die Augen ſiel; mit zitterndem Er⸗ ſtaunen las ich folgende Zeilen von ihrer Hand:

In der heftigen Gemüthserſchütterung, in welcher ich mich ſeit geſtern befinde, iſt es mein erſtes Geſchüft, Dir, mein Geliebter, zu melden, daß unſerer Wiedervereinigung jetzt kein Hinderniß mehr im Wege ſteht. Ein ſchreckenvolles Ereigniß führt uns zum Ziel unſrer Wünſche! Dir das Vor⸗ gefallene umſtändlicher zu ſchildern, halten mich Schander und Entſetzen zurück. Eile daher, ſobald Du Dich dort loszureißen vermagſt, zu mir her⸗ über; dann ſollſt Du aus meinem Munde er⸗ fahren, was ich den Winter hindurch erlitten und erduldet, und wodurch die plötzliche Wen⸗ dung melnes Schickſals herbeigeführt worden iſt. Mit Ungeduld zähle ich die Stunden, mit Sehn⸗ ſucht und Verlangen ſehe ich Deiner troſtbringen⸗ den Ankunft entgegen!

Zu groß und unerſetzlich ſchien mir, nachdem ich dieſe Worte geleſen, der Verluſt jeder Minute, die ich, um den Aufenthaltsort des Boten aus⸗ zukundſchaften, vielleicht fruchtlos verwandt hätte; am allerwenigſten aber kam es mir in den Sinn, die zu ſeiner Wiederkunft anberaumte Friſt ruhig

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