Teil eines Werkes 
2. Band (1829)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

M

der Graf nach dem gehabten Arger und Verdruß, ſtatt an das Abendeſſen zu denken, ſich bereits in ſein Schlafgemach begeben, in welchem wan ihn heftigen Ganges auf und ab ſchreiten hörte Die Diener des Hauſes ſieckten mit Merkmalen des Mißmuths und der Unzufriedenheit geheimnißvoll die Köpfe zuſammen; wichtige Dinge ſchienen, während ich von Gewiſſensbiſſen gefoltert das Weite geſucht hatte, hier vorgefallen zu ſein; ich

aber aus Furcht, wider Willen mein eigener Ver⸗

räther zu werden, wagte es nicht, irgend eine Fra⸗ ge laut werden zu laſſen, ſondern folgte, ſobald es ohne Verdacht zu erregen geſchehen konnte, dem Beiſpiel des Grafen und ſuchte geichfals die Ein⸗ ſamkeit.

Durch ein wildverwirrtes Geſchrei und Ge⸗ tümmel, das in der Frühe des nächſtfolgenden Morgens ſich draußen erhob, ward ich ans Fen⸗ ſter gelockt. Die Knechte des Hofes, die im Be⸗ griff geweſen, ſich hinaus zur Feldarbeit zu bege⸗ ben, trugen einen von Waſſer triefenden Leichnam herbei, den ſie ſo eben bei der Schloßbrücke aus

dem Strome gezogen hatten. Es war o nie

wird die Erinnerung an dieſen ſchandervollen Auf⸗