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DQlber wirſt auch Du Dich geneigt fühlen, je⸗ ner Handlung, die einen ſo ſcharfen und unver⸗ wüſtlichen Stachel mir im Herzen zurückgelaſſen, die mildere Benennung einer jugendlichen Un⸗ beſonnenheit zu ertheilen; Ich bin im Be⸗ griff, Dir den Vorgang mit allen ſeinen Umſtän⸗ den und ganz der Wahrheit getreu zu erzählen. Was jetzt auf einmal, nach ſo langer Geheimhal⸗ tung, mich zu dieſem Geſtändniſſe veranlaßt, fragſt Du? Nichts anders, als der ſchwache Hoffnungs⸗ ſtrahl, der ſeit der Empfangnahme des ererbten Vermögens mir in der Seele aufgegangen iſt, der Gedanke, daß durch die Wiederverwendung deſſel⸗ ben vielleicht ein Theil der großen Schuld ſich abtragen läßt, deren Bürde mich ſo tief darnieder drückt. Er hat zugleich den Entſchluß mir ein⸗ geflößt, den Freund, der ſo oft mit vergeblichen Bitten in mich gedrungen, endlich aus freiem An⸗ triebe zum Vertrauten meines geheimen Kummers und Grams zu machen. Lies und urtheile!
An das zu G befindliche gräfliche Schloß, auf welchem ich mich während des Knabenalters zweimal im Jahr mehrere Wochen lang aufzuhalten gewohnt war, ſtieß ein großer, ſchön eingerichteter


