Teil eines Werkes 
2. Band (1829)
Entstehung
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erfreuen hatte, nur für die Merkmale einer durch die Vermittelung des Zufalls auf mich geworfe⸗ nen Neigung, zog meinen Vortheil daraus und

gab in der Unbefangenheit meines Gemüths mich

arglos und fröhlich den Vergnügungen hin, die der Aufenthalt auf ſeinem Schloſſe mir gewährte.

Ach, eben aus jenen Tagen ſchreibt das Unheil

ſich her, das den Frieden meiner Seele für immer zerſtört hat! Wie ein quälendes Geſpenſt, das durch keine Beſchwörungsformel ſich verſcheuchen und bannen läßt, verfolgt auf allen meinen Schrit⸗ ten mich die Erinnerung an die Schreckensfolgen einer jugendlichen Unbeſonnenheit, deren ich mich dort ſchuldig gemacht. Was ich verſchuldet, iſt nicht ungeahndet geblieben! Ein mit ſich ſelbſt zerfallenes, zerrüttetes Leben, in ſeiner Verdüſterung trübe dahin ſchleichend, von keiner innern Glut erwärmt, von keinem ußern Freudenſchimmer be⸗ leuchtet, iſt ſeitdem mein Theil geweſen und mit ihm ſtelle ich fort und fort den ſprechenden Be⸗ weis, daß leichtſinnige Streiche, die nur der Rich⸗ terſtuhl des eigenen Gewiſſens zur Rechenſchaft zieht, oft ſchwerer abzubüßen ſind, als grobe Ver⸗ brechen.