—
— 283—
mand anders, als die ſchuldloſen Bewohner
des zunächſt an die Stadtmauer grenzenden Hauſes! 1
Mit ſolchen Gedanken und Vorſielungen quälte ſich, in unaufhörlicher Beſorgniß ſchwe⸗ bend, die muthloſe Wittwe. Vergebens bot ihr Sohn Andreas alle ſeine Beredſamkeit auf, ſie zu beruhigen; vergebens ſchleppte er des Abends, zu welcher Zeit das ängſtliche
Weſen der Mutter ſichtbar uͤberhand zu neh⸗
men pflegte, eine Menge dicker Buͤcher her⸗ bei, welche zum Theil uͤber Einbildungen die⸗ ſer Art ſich ſchlechtweg luſtig machten, zum Theil zu beweiſen ſuchten, daß ein kräftiges Gebet, verbunden mit einem guten Gewiſſen,
gegen die Anfechtungen boͤſer Geiſter zur un⸗
truͤglichen Schutzwehr diene; vergebens ſtellte er ihr ſeine eigene Perſon zum Mu⸗ ſter auf, indem er auf den unerſchrockenen
Muth ſich berief, womit er das zitternde Sa⸗


