haſt mir erzählt, Herr Thielmann habe oft⸗ mals den Wunſch geaͤußert, daß ſein letztes Stuͤndlein nicht nach vorhergegangenem lang⸗ wierigen Krankenlager, ſondern ſchnell und plotzlich ihn uͤberkommen moͤge, da er, das Zeitliche zu geſegnen, jeden Augenblick bereit ſei. Dieſer Wunſch iſt ihm gewährt worden und ihm iſt ſehr wohl. Was hat er denn auch, wenn man die Spatziergänge vor das Thor und die Solopartie auf dem Raths⸗ weinkeller ausnimmt, bei ſeinem kränklichen Körper von den Vergnuͤgungen der Welt ei⸗ gentlich ſo gar viel genießen können? Drum daͤchte ich, du fingeſt jetzt an, deiner Betrüb⸗ niß ein Maaß und Ziel zu ſetzen und deine Gedanken ein wenig auf den Wink zu rich⸗ ten, den dir der Himmel durch dieſen Todes⸗ fall ſelbſt geben zu wollen ſcheint. Die Organi⸗ ſtenſtelle an der Schloßtirche iſt erledigt; zu Dutzenden werden die neuen Bewerber herbeiſtro⸗ men und ſich den Rang abzulaufen ſuchen; denn ein Amt von ſo bequemer Art und mit einer jährlichen Einnahme von vierhundert Thalern bietet nicht eben alle Tage ſich dar. Ich an deiner Stelle wuͤrde wahrhaftig keinen Au⸗ genblick ſäumen, ſondern mich je eher je lie⸗ ber zu dem Herrn Grafen nach Weidenthal
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