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Geſicht, wenn ſie Auskunft uͤber dies und jenes von mir begehrten; keine Sylbe ver⸗ mochte ich vorzubringen, denn die Zunge klebte mir am Gaumen und die Kehle war mir wie zugeſchnuͤrt. So ſaß ich, nach⸗ dem das Haus verſchloſſen worden war, von dumpfem, thraͤnenloſem Schmerz zerriſſen, da⸗ heim in meiner Kammer, die Hände uͤber das Rnie gefaltet und die Blicke unbeweglich auf Einen Punkt geheftet. Erſt als der Abend hereinzudämmern begann, ſchien Klaurings unabläſſige Bemuͤhung, mein Gemuth aus dieſer düſtern Starrſucht zu reißen, endlich einigen Erfolg zu gewinnen; denn in heiße Thränen löſte jetzt allmählig die finſtre Sin⸗ nenbetäubung, in ſchmerzliche Wehtlage das regungslos bruͤtende Stillſchweigen ſich auf, und zur Erleichterung gelangte dadurch die ſchwerbelaſtete Bruſt.
„Lieber Vetter Konrad,“ ſagte Klauring nach Verlauf einiger Tage zu mir,„ich kann mir recht gut denken, wie nahe dir das ſo unerwartete Hinſcheiden deines Freundes und Lehrers hat gehen muͤſſen. Alles Ding in der Welt aber, Lachen und Weinen, Freude und Traurigkeit, hat, wie der weiſe Koͤnig Salomo ſugt, ſeine beſtimmte Zeit. Du ſelbſt


