Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1822)
Entstehung
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vermehtte meine Beſorgniß, und nachdem ich in peinlicher Angſt und Unruhenuͤber die da⸗ bei zu ergreifenden Maaßregeln eine Zeitlang mit mir ſelbſt zu Rathe gegangen war, faßte ich endlich den Vorſatz, das Schloß an der Hausthuͤr auf gewaltſame Weiſe ſprengen und oͤffnen zu laſſen. Sobald dies geſchehen war⸗ eilte ich hinauf nach der Schlafkammer, zog behutſam und leiſe die Thuͤr auf und ſchau⸗ derte vor dem Anblick, der hier meinem Auge ſich darſtellte, mit ſinnbetäubendem Grauen und Entſetzen zurück. Erſtarrt und erkaltet lag Herr Thielmann auf ſeinem Bett; der) Athem war ihm entſiohen! Ein Blutſturz hatte ſeinem Leben ein Ende gemacht, und der ſpaͤterhin herbeigerufene Arzt erkläͤrte, daß ſeine Auflöſung, nach mehrern vorhandenen Merkmalen zu urtheilen, wahrſcheinlich ſchon in den erſten Stunden nach Mitternacht, um welche Zeit ich ihn auf ſein ausdruͤckliches Geheiß hatte verlaſſen muͤſſen, erfolgt ſei. Wie ein Träumender ging ich umher, waͤh⸗ rend der Stadtmuſikus den Nachlaß des, Ver⸗ ſtorbenen, der auswaͤrtigen Geſchwiſter wegen, unter Siegel nehmen ließ, und ſchweigend ſtarrte ich den Gerichtsperſonen, die mit die⸗ ſem Geſchäft ſich befaßten, in das fragende