Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1822)
Entstehung
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Liebe zu meiner Kunſt und ſo wenig Ver⸗ trauen zu mir ſelbſt! Nun ſo laß doch hören, wie weit du es bei deiner ſo ganz ausnehmend ſchnurrigen Uebungsmethode denn eigentlich gebracht haſt! Eben ſo beſturzt uber die unvermuthete Gegenwart des Mei⸗ ſters, als geruͤhrt von der Guͤte des wohl⸗ wollenden Freundes, beſtieg ich die Orgel⸗ bank von neuem, und begann mit hocherglů⸗ hendem Geſicht den Vortrag eines Fugen⸗

ſatzes, deſſen ich zufolge meines fruͤher dar⸗ auf verwandten Fleißes vollkommen maͤchtig

geworden war. Noch war ich aber kaum bis zur Mitte deſſelben gelangt, als Herr Thiel⸗ mann mich plötzlich bei der Bruſt packte, und mit funkelnden Blicken dicht neben mir auf der Orgelbank Platz nahm.Menſchenſohn! ſchrie er mir ins Geſicht,ſoll ich dich kuſſen oder durchpruͤgeln? Was hätte aus dir wer⸗ en können! Was kann noch aus dir werden! Du eiſerner Kerl Ich geſtand ihm, daß eine mir ſelbſt nnerklärbare Furcht und Scheue mich ſteto zurückgehalten habe, ihn zum Ver⸗ trauten meines ſehnlichſten Wunſches und der daraus entſpringenden geheimen Bemühungen zu machen, bat ihn dieſer argwöhniſchen Ver⸗

ſchloſſenheit wegen auf das inſtändigſte um

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