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mittelſt des im Wandſchranke verſchloſſenen ſchriftlichen Unterrichts ſowohl, als des ihm angeborenen flinken Mundwerks, immer gluͤck⸗ lich aus der Schlinge zu ziehen, auf räthſel⸗ hafte Fragen noch räthſelhaftere Antworten zu ertheilen, und bei ſchwierigen Aufgaben, gleich
als wäre, ſtatt der alten verſchimmelten Hand⸗ ſchrift, die Pythia ſelbſt ſeine Lehrmeiſterin geweſen, ſeine Orakelſprüche ſo künſtlich auf Schrauben zu ſtellen, daß ſie, jeder Aus⸗ legung fähig, durch jeden Erfolg ge⸗
rechtfertigt wurden. Bei der zunehmenden Ver⸗
breitung des von ihm ausgehenden Rufs wurde es ihm leicht geworden ſein, ein Geſchäft, das er von jeher nur zur eignen Gemuthsergö⸗ tzung getrieben, ſchnell zur einträglichſten Er⸗ werböquelle zu machen; er war jedoch zu ehr⸗ lich und zu gutmuthig, um den Leuten ſeine Weisheit fuͤr Geld zu verkaufen. Der Wahl einer freiwilligen Armuth mit anſpruchsloſer Beſcheidenheit getreu bleibend, brachte er ſeit
einer langen Reihe von Jahren die Wochen⸗ rage regelmäßig auf dem Amthofe zu, wo er


