Teil eines Werkes 
2. Band (1832)
Entstehung
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und doch fuhle ich jetzt keine Lüͤcke mehr im Munde. Sieh doch zu, und unterſuche, was mit mir geſchehen!“

Und mit zartem Finger drängte ſie ihm ſanft und behutſam die Lippen aus einander, und betroffen bebte ihr Herz bey dem blen⸗ denden Schimmer, der aus dem Munde des Knaben ihr entgegen blitte. Denn zum Er⸗ ſatz des Verluſtes war ihm ein neuer Zahn aus hellgediegenem Golde gewachſen!

Mit geruͤhrter Stimme gab die Mutter, nachdem ſie von ihrem Erſtaunen ſich erholt

hatte, ihm kund, was ſich mit ihm zugetragen.

„So ſollte,“ fugte ſie hinzu,„die mitleidige Regung, die ſpät in der ſturmiſchen Nocht dich hinaustrieb, nicht unvergolten bleiben! Das edle Werk ſollte wuchern, und fröhlich ahnet mein Herz, daß dieſe glaͤnzende Wundergabe dir fuͤr deine kuͤnſtigen Jahre nur zu Heil und Segen gereichen wird. Aber verbirg ſie ſorg⸗ ſam vor deinen Bruͤdern, ſo wie vor den Augen eines Jeden, dem du dich näherſt, da⸗ mit kein ſchlimmes Geluͤſt erweckt werde, dir