Schlaf zu wecken und nach der gewohnten unbrüderlichen Haͤrte dir zu begegnen. Aber auf unbegreifliche Weiſe hat ſich uns bey dei⸗ nem Anblick das Herz in der Bruſt gewendet, und ſtill und ruhig haben wir hier ſeitdem ge⸗ ſtanden und gewartet, bis du von ſelber dich ermuntern wuͤrdeſt. Vergiß die Beſchwerden und Kraͤnkungen, die wir dir zugefuͤgt, und laß es geſchehen, daß wir aus dieſer feucht⸗ kalten Kammer dich zur Mutter hinunter⸗ tragen, die mit großer Sehnſucht und Unge⸗ duld nach dir verlangt!“
Und gemeinſchaftlich legten ſie Hand an
und trugen in ſtiller Vorſicht und Sorgfalt
ihn ſammt der Lagerſtätte die Stiegen hinun⸗ ter nach dem traulich warmen Stuͤbchen der
Mutter. Dieſe ſaß matt und krank auf ih⸗
rem Polſterſtuhl, die runzelvolle Stirn mit
der welken Hand ſtuͤtzend und wehmuͤthigen
Ernſtes in ihre Gedanken vertieft. Aber ſtau⸗ nend blickte ſie auf, und im Strahl der ſuͤße⸗ ſten Luſt verklaͤrte ſich ihr Geſicht, als die Lhur ſich öffnete und die finſtern rußwangig⸗ ten Maͤnner ihr mit ſo dienſtbefliſſener Milde


