warten berechtigt iſt, war mit goldgelbem Haar und veilchenblauen Augen verſehen und lächelte mit ſeinem Engelsgeſicht ſo hold und herzgewinnend, daß die erſtaunten Aeltern, indem ſie es einander wechſelsweiſe vom Arme nahmen, nur mit Ergötzen und Wohlgefal⸗ len auf ihm verweilen und gar nicht muͤde werden konnten, es zu betrachten. Deſto größern Aerger und Unmuth aber empfanden die drey Bruͤder, ſobald die Kunde von dem ſiattgehabten und für ſie höchſt unerwuͤnſchten Ereigniß zu ihren Ohren gedrungen war. Hatten ſie, ſeit der Begruͤndung des eignen aͤrmlichen Hausweſens, die väterliche Woh⸗ nung nur ſelten betreten, ſo geſchah dies jetzt gar nicht mehr. Sorgfaͤltig hielten ſie ſich von ihr entfernt, und fluͤchtigen Fußes und ſcheelen Blickes eilten ſie, wenn dann und wann ein unmeidlicher Geſchaͤftsweg ſie in die Naͤhe derſelben fuͤhrte, an ihr vorüber. Che ſie noch den neuen Ankoͤmmling geſehen
hatten, wat er ihnen ſchon ein Dorn in den
Augen. Nur die Furcht vor dem Vater hielt ſie ab, ihre argen und mißguͤnſtigen Gedan⸗


