Teil eines Werkes 
1. Band (1827)
Entstehung
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Fruͤhſtuͤck hinunter zu gehen, und wie ſonſt zu ſchwa⸗ tzen und ſich zu beſchaftigen.

Gewiß, daß ſie allein um Nitternacht nach dem entfernteſten Fluͤgel des Schloſſes, uͤber oͤde und offe⸗ ne Hoͤfe, und durch unheimliche Saͤle, deren Eingang ſie nach ihrem Eintritte zu verſchließen hatte, gehen, und dann noch in ein finſteres Gewoͤlbe hinabſteigen mußte, wuͤrde an ſich ſchon jedes Maͤdchen mit Schrecken erfullt haben. Allein, dachte Miß Mackay nun noch daran, daß ſie ſich außerdem, wenn auch nur auf Augenhlicke, einem Fremden anvertrauen ſollte, der vielleicht vauh von Sitten, roh von Gefuͤhl⸗ und frei in ſeinem Benehmen war, ſo ſchauderte ſie vor ihrer eigenen Tollkuͤhnheit zuruͤck; und klagte ſich wit weiblichem Zartgefuͤhl daruͤber an, daß ſie zu Dip⸗ ſem Theile der Beſtimmungen des Oberſten ihre Ein⸗ willigung gegeben habe. Längeres Nachdenken berz⸗ higte ſie indeſſen einigermaßen, indem ſie ſich verſi⸗ chert hielt, daß ein ſolcher Mann wie der Oberſt keinen Freund haben koͤnnte, der nicht ein Mann von Ehre ſey, noch einen Boten waͤhlen wuͤrde, von dem er nicht uͤberzeugt waͤre, daß er ſich redlich gegen ſie benaͤhme; und dazu hatte ſie ja den Schutz derjenigen Macht, welche uns, wie ich zuverſichtlich glaube, nie verlaͤßt, ſo lange wir nicht unſer beſſeres Selbſt guf⸗ geben.

Der Mond ſchien ſo hell, daß ſie des Lichtes, welches ſie in der Hand hielt, nicht bedurfte; und die Nacht war ſo ſtill, daß es ihr beinahe duͤnkte, als

Porter Erzaͤhl 1. 3