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Zeit ſchrieb der Oberſt ſeiner Schweſter, und bat ſie um Entſchuldigung ſeiner verlaͤngerten Abweſenheit unter dem glaubwuͤrdigen Vorgeben einer Reiſe; Miß Mackay aber ſah aus der beſondern Art ſeiner Unter⸗ ſchriſt, einem fruͤher verabredeten Plane gemaͤß, daß Carl Eduard's Abgeſandter noch nicht eingetroffen war. Die unſchuldige und unwiſſende Annie, durch den muntern Ton des Briefes zufrieden geſtellt, und ſich mit Vergnuͤgen an ihres Bruders freundliches Benehmen gegen ihre Freundin am Morgen ſeiner Abreiſe erinnernd, vermuthete und ahnete nichts Ge⸗ heimes weiter in dem Briefe, als die Abſicht, eine kleine Eingenommenheit fuͤr jene darin an den Tag zu legen; ſie reichte ihn daher der ſichtbar darauf wartenden Gefaͤhrtin, indem ſie zugleich mit madchen⸗ hafter Neckerei auf das augenfällige Verſtandniß zwi⸗ ſchen ihr und ihrem Bruder anſpielte.
Miß Mackay, die ihre Idee errieth, nahm die Neckerei freundlich auf; gluͤcklich, das arme Maͤdchen
auf dieſe Weiſe von allem Argwohne, hinſichtlich der
eigentlichen Bedeutung abzulenken.
Nicht lange nachher bemerkte Miß Mackay, als ſie eines Morgens unmittelbar nach dem Auſßſtehen an das Fenſter getreten war, um wie gewoͤhnlich nach dem Stamme der Eſche zu ſehen, an derſelben das verabredete Zeichen, ein großes Kreuz mit zwei klei⸗ neren darunterz daß Herz ſtand ihr ſtill, und pochte dann raſcher wie zuvor; es bedurfte einiger Minuten, ehe ſie hinlaͤngliche Faſſung ſammeln konnte, zum
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