Teil eines Werkes 
1. Band (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

24

Seine eigenen uͤbertriebenen Hoffnungen welk⸗ ten eben ſo ſchnell, als ſie aufgebluͤhet waren; bis endlich die ſchrecklichſten Ahnungen in ihm uͤber den Ausgang einer Unternehmung aufſtiegen, von der die Ehre und Gluͤckſeligkeit von Tauſenden abhing.

Mit dieſem Wechſel ſeiner Gefuͤhle hatten ſich auch natuͤrlich die Stimmung und Gewohnheiten des Lairds veraͤndert. Ein ungluͤckliches Ende der Unter⸗ nehmung vorausſehend, ehe ſie begann, und eingedenk, daß ſein Schloß Dokumente von der groͤßten Wich⸗ tigkeit fuͤr Viele enthielt, quaͤlte er ſich mit Beſorg⸗ niſſen wegen Anderer, waͤhrend er ſeiner ſelbſt wegen keine Furcht kannte. In der eiſernen Kiſte, worauf Miß Mackay ſaß, waren gewiſſe Urkunden und Schei⸗ ne des großen Verbannten fuͤr verſchiedene Lairds und Eble niedergelegt, in denen er theils empfangene Darlehen von Geldern anerkannte, und theils ſich zu Belohnungen geleiſteter Dienſte durch kuͤnftige Ver⸗ leihungen verpflichtete.

Dieſe Dokumente nebſt einer genauen Liſte aller Perſonen, die die Sache entweder durch Geld oder Vaſallenſtellung foͤrderten, konnten, wenn ſie entdeckt wurden, den Ruin vieler der Edelſten und Tapfer⸗ ſten auf ſchottiſchem Boden herbeifuͤhren; und obgleich Manche auf der Liſte ſtanden, die nach des Oberſten Meinung der Angſt eines redlichen Mannes um ſie nicht werth waren, ſo war er doch bereit, fuͤr die groͤ⸗ ßere Anzahl, welche aus freiem, uneigennutzigem An⸗ triebe Alles, was dem menſchlichen Herzen theuer iſt,