Teil eines Werkes 
1. Band (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

22

konnte ſie ſich nicht eines Seufzers erwehren bei der Erinnerung an jene Zeiten und an Vergnuͤgungen, die ſie nie getheilt hatte.

In dem letzten Zimmer, das kleiner als die vor⸗ hergehenden war, und gut verſchloſſene Fenſter hatte, als wenn mit Sorgfalt uͤber die Erhaltung derſelben gewacht waͤre, ſtand Oberſt Ferguſon ſtill, verſchloß die Thuͤr, und trat mit dem Fuß auf die Feder einer gleich darauf aufſpringenden Fallthuͤr. Jetzt erinnerte er Miß Mackay noch einmal, Alles, was er thäte, ge⸗ nau zu beachten, nahm dann ſeine erwartungsvolle, jetzt hoͤchſt aufmerkſam gewordene Gefaͤhrtin bei der Hand, und fuͤhrte ſie uͤber eine Anzahl ſteiler ſteiner⸗ ner Stufen in ein Gewoͤlbe hinab, das ſich augen⸗ ſcheinlich weit unter dem Schloſſe hin erſtreckte.

Hier hielt der junge Laird an, und erſuchte Miß Mackay, ſich auf eine große eiſerne Kiſte, auf die er wies, niederzulaſſen, wahrend er ihr Alles, wovon ſie Zeuge geweſen ſey, erklaͤren, und ihren Beiſtand in einer guten Sache zu gewinnen verſuchen wolle.

Es iſt unnoͤthig, hier in die genauere Erzählung des Oberſten einzugehen; genug, Miß Mackay hoͤrte zum erſtenmal von ſeinen Lippen, daß der Verbannte, welchen ſie in Uebereinſtimmung mit allen echten

Schottinnen fur ihren rechtmaͤßigen Fuͤrſten hielt, im

Begriff ſtehe, Schottland zu betreten, um ſich an

die Spitze der von ſeinen Anhängern heimlich gewor⸗ benen Truppen zu ſtellen, indem er der Hoffnung

lebe, die Krone dem jetzigen Beſitzer, dem Kurfuͤrſten von Hannover, mit Erfolg ſtreitig zu machen.