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Schweigend und ehrerbietig verbeugte er ſich, als ſie bei ihm ankam; dann trat er voraus und ſchritt auf eine Pforte am Fuße des Thurmes zu. Nach⸗ dem er dieſe mit einem kleinen Schluͤſſel geoͤffnet und
wieder verſchloſſen hatte, wandte er ſich, am Anfange
einer Wendeltreppe ſtehend, nach ihr um, und befragte ſie mit unterdruͤckter Stimme, ob ſie noch Vertrauen genug in ihn ſetzte, um ſich in einer ſolchen Stunde ganz ſeiner Ehre zu uͤbergeben. Fuͤhle ſie nur einen peinlichen Zweifel in ſich entſtehen, ſo baͤte er ſie, nicht weiter zu gehen. Miß Mackays Herz zeigte einen Augenblick das furchtſame Weib, als dieſe An⸗ rede ihr einen unmittelbaren Ausweg aus dieſem ge⸗ faͤhrlichen Abentheuer anzubieten ſchien; aber beſchaͤmt von dieſer entehrenden Schwaͤche, ermannte ſie ſich bald, und ihm muthig erwiedernd, daß ſie ſich blind⸗ lings auf ihn verlaſſen wolle, folgte ſie ihm die Stie⸗ gen hinan.
Bei dem erſten Abſatze wandten ſie ſich nach einer Reihe von Zimmern, die in dieſem Thurme be⸗ ginnend, laͤngs desjenigen Flügels hinlief, der fruͤher die Staatsgemaͤcher enthalten hatte. Dieſe waren groß und unwoͤhnlich; man ſah weder Tapeten noch Meublen irgend einer Art mehr darin. In einigen hatten die Stuͤrme vieler Winter alle Fenſter zerſtoͤrt, in anderen ſie loſe und küirrend gemacht.
Miß Mackay fuhlte ſich ſehr durch die Oede die⸗ ſer einſt ſo prachtigen Zimmer uͤberraſcht, indem ſie dieſelben in Gedanken mit dem verglich, was ſie in den Tagen der Bruce geweſen ſeyn mußten; auch


