Teil eines Werkes 
1. Band (1827)
Entstehung
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Annie es mir unmoͤglich macht, ihr mein Vertrauen zu ſchenken; ihr mich zu entdecken, wuͤrde heißen, dem armen Maͤdchen den Dolch in den Buſen ſtoßen! Ich habe ein Geheimniß, Miß Mackay; aber es ge⸗ hoͤrt mir nicht ganz allein anz ich darf es nicht muth⸗ williger, unnuͤtzer Weiſe preisgeben; es iſt ein Ge⸗ heimniß, das ſowohl fuͤr den Mittheilenden, als fuͤr den, der es erfaͤhrt, mit Laſt und Gefahr verknuͤpft iſt; einmal eingeweihet darin, kann es Ihnen Scha⸗ den, Vorwuͤrfe, unverdiente Vorwuͤrfe zuwegebrin⸗ gen; dennoch koͤnnen Sie den groͤßten Dienſt lei⸗ ſten; Sie koͤnnen eine Anzahl rechtſchaffener und ed⸗ ler Menſchen vom Untergange retten.- Hier brach der Oberſt ploͤtzlich ab, und fuhr dann mit mehr Ruhe fort:»Ihr perſoͤnlicher Beiſtand in dieſer

Sache wuͤrde gerade jetzt von unſchätzbarem Werthe

ſeyn, und in der Hoffnung, dieſen zu erhalten, ver⸗ traue ich mich Ihnen an; ſollten Sie indeſſen, mit allem bekannt, vor der Bitte zuruͤckbeben, die ich an Sie richten muß, ſo werde ich zwar nicht weiter in Sie dringen, aber von Ihnen in dieſem Falle das Verſprechen fordern, niemals das, was ich ihnen ent⸗ hullt habe, zu verrathen. Haben Sie Muth zu die⸗ ſem Geheimniß?

Miß Mackay ſah den Laird einige Augenblicke mit feſtem Blick an; dann ſagte ſie ihm, ohne die Augen abzuwenden, mit einer eben ſo ernſten Stim⸗ me als die ſeinige:»Oberſt Ferguſon, wenn Ihr Geheimniß Nichts gegen die Gebote Gottes und die

Wohlfahrt meines Landes enthaͤlt, ſo bin 2 hier be

Porter Erzaͤhl. 1.