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lichen Character lag, daß er ſie als Schweſter be⸗ trachten moͤge, als eine Schweſter, die vielleicht ſei⸗ ner eigenen in der ausſchließlichen Sorge um ſein Schickſal und inneres Gluͤck nicht gleich kaͤme, die aber durch reifere Jahre und groͤßere Seelenkraft ſich beſſer eigene, ihm die Entdeckung zu erleichtern, ob er die Beute eines krankhaften Wahns ſey, oder wirklich das furchtbare Vermögen, kunftige Ungluͤcks⸗ falle vorherzuſehen, beſitze.
Der Oberſt beobachtete Stillſchweigen, lange nachdem ſie zu reden aufgehoͤrt hatte; indeſſen ver⸗ nderten ſich ſichtbar ſeine Zuge, und als er ſich end⸗ lich an ſie wandte, war ſeine Stimme hohl und aus⸗ drucksvoll.
„Miß Mackay,« ſagte er,„wenn ich Sie bei Ihrem gutigen Worte halte, und Ihrer Bruſt das Geheimniß anvertraue, das die meinige beſchwert, ſo ſeyn Sie verſichert, daß ich weder durch ihre ſchwe⸗ ſterliche Ueberredung, noch durch die Bewunderung Ihrer Perſon und Ihres Characters dazu vermocht werde, obgleich die letztere von einer eigenthuͤmlicheren Art iſt, als meine Verbindlichkeiten gegen Sie fuͤr die Erheiterung unſerer Einſamkeit wohl rechtferti⸗ gen moͤchten. Ich wuͤrde eben ſo wenig dieſes Ih⸗ nen zu Gefallen thun, als mir dieſe Erleichterung gewaͤhren, ſo ſehr mich auch ihre gefuhlvolle Theil⸗ nahme dazu auffordert, wenn ich nicht gerade jetzt eines entſchloſſenen Freundes beduͤrfte, wie Sie es, ich weiß, zu werden fähig ſind.— Bitter beklage ich, daß der furchtſame Character meiner geliebten


