Teil eines Werkes 
1. Band (1827)
Entstehung
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weſen waren, weil ſie gewoͤhnlich weit über die Kräfte ſeiner jungen und zarten Schweſter ausge⸗ dehnt wurden. In ſolchen Stunden fand Miß Ma⸗ ckay, daß ſelbſt die wenige Lebhaftigkeit, wozu er ſich in Gegenwart Annie's zwang, ihn gänzlich verließ; und daß er es in Wahrheit nicht ungern zu ſehen ſchien, wenn ſeine Gefaͤhrtin ihn von einer ſchweren Buͤrde niedergedruͤckt glaubte. Durch dieſen Umſtand ermuthigt, wagte es Miß Mackay, gelegentlich auf ſeine augenfaällige Niedergeſchlagenheit und deren mögliche Urſache anzuſpielen, wobei ſie ſich anfaͤng⸗ lich auf Ausdruͤcke wohlwollender Theilnahme an ſei⸗ ner Gluͤckſeligkeit beſchraͤnkte; aber ſie that dies mit einer Offenheit und Einfachheit, die es der groͤßeſten Eitelkeit unmoglich gemacht haben wuͤrden, die bloß freundſchaftliche Natur ihrer Geſinnungen zu verken⸗ nen.

Der Oberſt errieth offenbar ihre Abſicht. Er ſeufzte, laͤchelte und dankte ihr in allgemeinen Wor⸗ ten, indem er bald dem Gegenſtande mit einem An⸗ fluge ſeiner urſprunglichen muntern Laune auswich, bald ſtockend plotzlich ausgeſtoßene, von der Bewe⸗ gung ſeines Innern zeugende Reden anfing, die eben ſo ploͤtzlich wieder abgebrochen wurden; kurz viele Beweiſe ſeines Wunſches, und doch ſeiner Furcht gab, ſie zur Vertrauten eines wichtigen Geheimniſſes zu machen.

Unter den vielen moͤglichen Urſachen, denen Miß Mackay bei ſich ſelbſt der Reihe nach die Schwer⸗ muth des Oberſten zuſchrieb, blieb ſie vorzuglich bei