Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1827)
Entstehung
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forderte, waren die Koͤnige Europa's nicht gemeint, den zweiten Frieden mit Frankreich auf die uͤber⸗ raſchend billigen und fuͤr Frankreich hoͤchſt vortheil⸗ haften Bedingungen des erſten Pariſer Vertrags vom 30. Mai 1814 zu unterzeichnen. Deshalb trat Talleyrand aus Ludwigs Miniſterium, und der an ſeine Stelle gekommene Herzog von Riche⸗ lieu, bis dahin ruſſiſcher Gouverneur zu Odeſſa, 1815 ging endlich am 20. Nov. 1815 den zwei⸗ 20. ten Pariſer Frieden auf die Bedingung ein, daß Nov. Frankreich auf die Grenzen vom Jahre 1790 zu⸗ ruͤckgebracht ward. So behielt es zwar Avignon, Venaiſſin und Moͤmpelgard, verlor aber im Nor⸗ den die Feſtungen Philippeville und Marienburg und das Herzogthum Bouillon, die an das Koͤnig⸗ reich der Niederlande kamen; im Suͤden an den Koͤ⸗ nig von Sardinien den bei Frankreich im Jahre 1814 gebliebenen Theil von Savoyen, mit Nizza und Monaco, und, nach der teutſchen Grenze, das Land von der Saar bis zur Lauter, nebſt der Fe⸗ ſtung Landau. Von dieſen letztern Abtretungen kamen, nach dem Pariſer Protocoll vom 5. Nov. 1815 und dem Vertrage vom 1. Jul. 1816, die Cantone Saarbruͤcken und Arneval, und ein be⸗ traͤchtlicher Theil des vormaligen franzöſiſchen Saar⸗ departements an Preußen, doch mit der Verpflich⸗ tung, davon ein Gebiet von 69,000 Menſchen Bevoͤlkerung an die Haͤuſer Coburg, Oldenburg, Homburg, Mecklenburg⸗Strelitz und Pappenheim abzutreten. Später erwarb es die den beiden letz⸗ tern Haͤuſern beſtimmten Antheile gegen eine Ent⸗ ſchaͤdigung im baaren Gelde. Doch beſtanden Frankreichs Opfer im zweiten Pariſer Frieden nicht blos in dieſen Laͤnderabtre⸗