kämpfte an demſelben Tage bei Ligny gegen die drei preußiſchen Heerestheile von Ziethen, Pirch und Thielmann unter Blͤchers Oberbefehle. Bluͤ⸗ cher ſelbſt berechnete den Verluſt der Preußen in dieſer Schlacht auf 16,000 Mann, und zog ſich nach Wavres zuruͤck. Napoleon glaubte, auf ſolche Weiſe Bluͤchers und Wellingtons Heere von einan⸗ der getrennt zu haben. Allein beide Feldherren beabſichtigten die gemeinſchaftliche Erneuerung des Kampfes, weil ſie nur durch ihre Vereini⸗ gung ſich der Macht Napoleons für gewachſen erkannten. So kam der Schlachttag bei Wa⸗ terloo, der ewig denkwuͤrdige 18. Juni, wo Wellington Anfangs allein die wiederholten An⸗ griffe Napoleons aushalten und ſogar ſeine Reſerven in die Schlachtlinien ſtellen mußte, bis am Abend Bluͤcher mit den Preußen erſchien, und Buͤlow den Franzoſen in den Rucken fiel, waͤhrend Thiel⸗ mann den Marſchall Grouchy bei Wavres beſchaͤf⸗ tigte. Die Franzoſen wurden in die Flucht getrie⸗ ben, und Napoleon ſelbſt eilte nach Paris, wo ihn die verſammelten Kammern zur zweiten Nieder⸗ legung ſeiner Kaiſerwuͤrde Q2. Jun.) noͤthigten. Die Verbundeten beſetzten von neuem(3. Juli) Pa⸗ ris, Ludwig XVIII. kehrte zuruͤck, und Napoleon ward, nach dem Beſchluſſe der europäiſchen Groß⸗ maͤchte vom 2. Aug., als ihr gemeinſchaftlicher Gefan⸗ gener nach St. Helena abgefuͤhrt, wo er am 5. Mai 1824 ſein thatenreiches Leben endigte.
Allein nach den Erfahrungen, welche die euro⸗ päiſchen Großmächte uͤber die Stimmung des fran⸗ zoſiſchen Volkes gegen die bourboniſche Dynaſtie gemacht hatten, und nach dem bedeutenden Auf⸗ wande, welchen der Kampf im Jahre 1815 er⸗


