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eines neuen Bundesvertrages zwiſchen Oeſt⸗ reich, Großbritannien, Rufland und Preußen auf die Unterlage des fruͤhern Vertrages von Chau⸗ mont, nach welchem jedes von ihnen gegen den ge⸗ meinſchaftlichen Feind 150000 Mann beſtaͤndig vollzählig im Felde erhalten, und ſie die Waffen nicht eher niederlegen wollten, bis Bonaparte vol⸗ lig der Möglichkeit beraubt wäre, Unruhen zu er⸗ regen und ſich der hochſten Gewalt in Frankreich zu bemichtigen. Dieſer Verbindung ſchloſſen ſich Nie⸗ derland, Spanien, Portugal, Dänemark, die Schweiz, und die geſammten Fuͤrſten Teutſchlands an. Europa war zu einem Rieſenkampfe aufgebo⸗ ten worden; allein auch Napoleon gebot von neuem uber alle Kraͤfte Frankreichs, das die Bourbone verlaſſen hatten. Hundert Tage ubte er die hoͤchſte Gewalt, als ſie ihm auf immer entriſſen ward. Denn noch ſtanden Wellington und Bluͤcher in Belgien. Dorthin brach Napoleon(12. Jun.) auf, um das Schickſal des Kampfes zu entſcheiden, be⸗ vor die ubrigen Heeresmaſſen die franzoͤſiſchen Gren⸗ zen uͤberſchritten. Er wollte die in Belgien ſte⸗ henden Heerestheile einzeln angreifen und beſiegen. So warf er ſich auf Ziethen, der an der Sam⸗ bre ſtand(15. Jun.), und nöthigte ihn mit gro⸗ ßem Verluſte nach Fleurus zuruͤck. Am folgen⸗ den Tage(16. Jun.) griff der Marſchall Ney den unter Wellingtons Befehle ſtehenden Heerestheil an, welchen der Erbprinz von Oranien und der Herzog von Braunſchweig fuͤhrten. Der Letztere fiel an dieſem blutigen Tage; doch auch Ney mußte
vom Schlachtfelde ſich zuruͤckziehen, weil Napoleon
die fuͤr Ney beſtimmte Reſerve zu ſeiner eigenen Verſtärkung an ſich gezogen hatte. Denn er


