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der Pforte; denn Katharina war nicht gemeint, von den Maͤchten des Reichenbacher Congreſſes die Be⸗ dingungen fuͤr ihren Frieden mit der Pforte ſich vorſchreiben zu laſſen. Sie hatte auf keine em⸗ poͤrten Belgier Ruͤckſicht zu nehmen; ſie hatte die Gefahr, die ihr von Schweden drohte, ſchnell be⸗ ſeitigt und ſich mit Guſtav III. verſohnt; ſie wollte nicht ohne neuen Erwerb aus dem Kampfe gegen die Pforte ſcheiden. Doch lag ihr die neue Stel⸗ lung Polens naͤher, als die voͤllige Bezwingung der Osmanen. Sie gab daher dieſen Plan auf, und un⸗ terzeichnete mit Preußen und Großbritannien eine 1791 Convention, nach welcher ſie einen baldigen Frie⸗ den mit der Pforte auf billige Bedingungen abzu⸗ ſchließen verſprach. Nichts deſto weniger kam im Frie⸗ den zu Jaſſy(9. Jan. 1792) die Feſtung Oczakow und das Land zwiſchen dem Dniepr und Dnieſter an Rußland, ohne auf Preußens fruͤhere Gewährlei⸗ ſtung der Beſitzungen der Pforte weitere Ruͤckſicht zu nehmen.
Nach dieſem Frieden gebot Katharina uͤber ein aus den Ländern der Pforte zuruͤckkehrendes ſieg⸗ reiches Heer. Die Entſcheidung der Angelegenheiten Polens lag damals in dem Kreiſe ihrer Staats⸗ kunſt. Die Congreßurkunde zu Reichenbach hatte Polens nicht gedacht, obgleich in den Unterhand⸗ lungen daſelbſt, außer der von Preußen in Antrag gebrachten Zuruͤckgabe Galliziens von Oeſtreich an Polen, auch die Erwerbung Danzigs und Thorns von Preußen, zur Sprache gekommen war. Der politiſche Horizont Polens truͤbte ſich, als Katharina mit der Pforte und Schweden ſich verſoͤhnt hatte,


