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die Abſchließung eines Handelsvertrages, und, fuͤr die Einwilligung in die von den Polen geforderte un⸗ beſchraͤnkte Handelsfreiheit, den Beſitz der Stadt Danzig verlangte. Weil man uͤber dieſen Gegen⸗ ſtand ſich nicht vereinigen konnte; ſo ward blos am 29. Maͤrz 1790 ein Freundſchafts⸗ und 1790 Bundesvertrag zwiſchen Preußen und Polen unterzeichnet. In dieſem Vertrage gewaͤhrlei⸗ ſteten beide Machte einander alle ihre Be⸗ ſitzungen, verzichteten auf alle gegenſeitige An⸗ ſpruͤche, und verſprachen einander, auf den Fall eines Angriffes, ſich zu unterſtuͤtzen, und zwar im dringenden Falle mit ihrer ganzen Macht.
Bei dieſem Vertrage darf nicht uͤberſehen wer⸗ den, daß er erſt nach dem Abſchluſſe eines Buͤnd⸗ niſſes zwiſchen Preußen und der Pforte, und nach dem(am 20. Februar 1790) erfolgten Tode Jo⸗ ſephs II. unterzeichnet ward. So wenig auch Preu⸗ ßen anſich bei dem Pflanzendaſeyn der Pforte im eu⸗ ropaͤiſchen Staatenſyſteme intereſſirt war; ſo wenig konnte es ihm doch gleichguͤltig ſeyn, wenn ſeine beiden maͤchtigen Nachbarn, Oeſtreich und Ruß⸗ land, durch die gemeinſchaftliche Eroberung und Theilung des osmaniſchen Reiches bedeutend ſich verſtärkten. Der Divan ſelbſt erkannte, ſeit dem Zuſammentreffen Joſephs ll. mit Katharina II. zu Cherſon, ſein politiſches Daſeyn bedroht, und er⸗1787 kläͤrte, unter brittiſchem und preußiſchem Einfluſſe, an Rußland den Krieg(15. Auguſt 1787). 1787 Mit Oeſtreich wuͤnſchte die Pforte keine Entzweiung; 15. Joſeph aber, der Krieg wollte, legte der Pforte ſo Aug. harte Bedingungen, als auftretender Vermittler


