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Angelegenheiten Belgiens zum Theile aus dem Blicke.
Als aber die Staͤnde von Brabant ihm die herköͤmm⸗ lichen Huͤlfsgelder zum Kriege verweigerten; da er⸗ 1789 klaͤrte der beleidigte Kaiſer ihre Vorrechte fuͤr erloſchen, und hob namentlich die bisherige politiſche Verfaſſung Brabants auf. Die Folge war ein Aufſtand in den meiſten belgiſchen Provinzen. Die Vorgaͤnge in Frankreich waren fuͤr die Belgier nicht verloren ge⸗ gangen; im hollaͤndiſchen Brabant verſammelten
ſich die belgiſchen Patrioten zu Breda, conſtituirten 1789 ſich als Stande, und der Advocat van der Noot 24. entwarf das Manifeſt, in welchem ſich Brabant fur Oct. unabhaͤngig erklärte. Vergeblich waren Joſephs Schritte zu ihrer Beruhigung, und die Zuruͤcknahme 1790 ſeiner fruͤhern raſchen Verordnungen. Der Aufſtanh 11. verbreitete ſich uͤber ganz Belgien; die öſtreichiſchen Jan. Heerestheile mußten das Land verlaſſen, und zu Bruͤſſel trat ein ſogenannter ſouverainer Congreß zu⸗
20. ſammen. Wenige Wochen darauf ſtarb Joſeph II. Febr. Die verſoͤhnenden Vorſchlaͤge ſeines Nachfolgers, Leopolds Il., ließ der Congreß zu Brüſſel ohne Ant⸗ wort; denn er erwartete, bei der damaligen Span⸗ nung zwiſchen Preußen und Oeſtreich, einen Krieg zwiſchen beiden Maͤchten. Allein die Ergebniſſe
des Congreſſes zu Reichenbach in Schleſien, die ſo⸗ gleich berichtet werden ſollen, wirkten bedeutend
auf Belgien zuruͤck. In Reichenbach unterhand ten Preußen, England und Niederland, als einverſtan⸗ dene Verbuͤndete, mit Oeſtreich, und zunächſt uͤber
die Ausſoͤhnung Oeſtreichs mit der Pforte; doch ward zugleich der belgiſchen Angelegenheit daſelbſt gedacht, und verabredet, daß die Belgier ihre Vor⸗ rechte zuruͤck und allgemeine Amneſtie erhalten ſoll⸗
ten, wogegen die vermittelnden Mächte die Gewähr⸗


