ſie beſchuldigten, er habe abſichtlich die Marine in Verfall gerathen laſſen, und durch geheime Befehle die kriegeriſchen Unternehmungen gelaͤhmt. Waͤh⸗ rend daher die patriotiſche Parthei Frankreich ſich
1785 näherte, ſuchte Wilhelm die Unterſtützung Fried⸗ richs Il., der aber ganz offen erklaͤrte,„der Erb⸗ ſtatthalter habe keine großen Eigenſchaften und keine guten Rathgeber, und, wegen der Zufaͤlligkeit einer Verwandtſchaft, werde er ſich nicht in die innern Angelegenheiten eines Staates miſchen.“ Friedrich beſchraͤnkte ſich darauf, den Generalſtaaten ſeinen Wunſch mitzutheilen, die Ir⸗ rungen mit dem oraniſchen Hauſe guͤtlich aus⸗ zugleichen.
Als aber, nach dem Tode Friedrichs, die Span⸗ nung hoher ſtieg, und die Gemahlin des Erbſtatt⸗ halters— die Schweſter Friedrich Wilhelms Il.—
1787 auf ihrer Reiſe von Nimwegen nach dem Haag bei Schoonhoven durch die Patrioten zur Ruͤckkehr ge⸗ noͤthigt ward; da verlangte Preußen Genugthuung fuͤr dieſen Schritt, die aber verweigert ward.
1787 Darauf drang ein preußiſches Heer— während
Spt. Frankreich, der Bundesgenoſſe Hollands, unthaͤtig blieb— unter Ferdinand von Braunſchweig ohne Widerſtand in den Niederlanden vor. Der Erb⸗ ſtatthalter kehrte im Triumphe nach dem Haag zu⸗ ruͤck, und die Generalſtaaten erklärten die Wieder⸗
21. herſtellung der alten Ordnung der Dinge. Die
Spt. Männer, welche die Erbſtatthalterin fuͤr ihre Feinde erklaͤrte, verließen theils ihr Vaterland, theils wur⸗ den ſie ihrer Aemter entſetzt. Eine unmittelbare Folge der Herſtellung des Erbſtatthalters in ſeine vorigen Rechte war die Abſchließung eines Vertheidigungs⸗Buͤndniſſes im Haag


