17 welche gleichzeitig im europaiſchen Staatenſyſteme eintraten, waren zwar an ſich nicht unbedeutend, und trugen gleichfalls zum Theile einen ganz neuen politiſchen Charakter, erreichten aber nicht die poli⸗ tiſche Bedeutſamkeit dieſer drei genannten.
Wie alle dieſe Ereigniſſe, die in dem kurzen Zeitraume weniger Jahre ſich zuſammendraͤngten, von der Staatskunſt der europäiſchen Hauptmächte betrachtet und behandelt werden wuͤrden; das mußte theils uͤber den Charakter der öffentlichen Ankuͤndigung dieſer Mächte, theils uͤber ihre neue Stellung gegen einander entſcheiden⸗
Zunaͤchſt war es die Reibung der beiden poli⸗ tiſchen Partheien in dem Freiſtaate der Nie⸗ derlande, welche die Staatskunſt Preußens be⸗ ſchaͤftigte. Dieſer Freiſtaat hatte, waͤhrend des nordamerikaniſchen Krieges, mehrere Jahre hindutch ſeine Neutralität bewahrt, wodurch er die Vortheile der neutralen Schiffahrt am ſicherſten zu erhalten glaubte, die aber Großbritannien vielfach beeinträch⸗ tigte. Als daher, im Laufe dieſes Krieges, Katha⸗ 1780 rina von Rußland die Rechte der neutralen Schif⸗ fahrt, gegen Großbritanniens Eingriffe, in der be⸗ waffneten nordiſchen Neutralitaͤt ſicher ſtellte; ſo ſchloß auch, nach dem Vorgange anderer notdiſchen Mächte, der Freiſtaat der Niederlande ſich derſelben an. Dafuͤr erklärte ihm Großbritannien den Krieg, aus welchem der Freiſtaat mit bedeu⸗ tenden Verluſten heraustrat. Dies fuͤhrte zur laut⸗ 1784 werdenden Unzufeiedenheit der niederlaͤndiſchen Pa⸗ trioten mit dem Erbſtatthalter Wilhelm V., den ſie im brittiſchen Intereſſe befangen glaubten, und den
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