Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1827)
Entstehung
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ſen Stuͤtzpunct nichts weniger, als die im Religions⸗ edicte ausgeſprochenen Grundſätze waren. Schon vorher ward der edle Miniſter von Zedlitz, der ſeit dem Jahre 1774 dem Kirchen⸗ und Schulweſen in Friedrichs Geiſte vorgeſtanden hatte, durch Woͤllner verdraͤngt. Allein die vollige Umgar⸗ nung des gutmuͤthigen Koͤnigs in ſeiner unmittelba⸗ ren Naͤhe ward durch den ſchlauen und höchſt umſich⸗ tigen von Biſchoffswerder vollendet, der aus Thuͤringen ſtammte, im bayriſchen Erbfolgekriege eine Jägerabtheilung befehligte, und nach dem Teſchner Frieden der Geſellſchafter und Vertrauter des damaligen Kronprinzen ward. Ein Zogling des beruͤchtigten Schroͤpfer, und tief eingeweiht in die Geheimniſſe der Roſenkreuzerei, ſuchte er nicht blos die Verwandlung der unedlen Metalle in edle, de⸗ ren er viele bedurfte; er gebot auch der Geiſterwelt, de⸗ ren warnende Stimmen nicht ohne Einfluß auf die Beſchluͤſſe ſeines königlichen Freundes blieben. Ob Biſchoffswerder ſelbſt an dieſe Myſtik glaubte, oder ob er ſie, auf gut jeſuitiſch, blos als Mittel fur ſeine Zwecke gebrauchte, ſteht dahin. Bei ſei⸗ ner Vielſeitigkeit, Verſchloſſenheit und Gewandtheit ſcheint die zweite Anſicht der Wahrheit naher zu kommen, als die erſte. Fuͤr Woͤllnern, ſeinen Freund, der, bei eigener Geiſtesarmuth, der Nach⸗ huͤlfe der Geiſterwelt mehr bedurfte, als Biſchoffs⸗ werder, ſpricht wohl die erſte Anſicht. Bei dieſen Geiſterbeſchwoͤrungen huͤtete man ſich aber, den ein⸗ zigen Geiſt zu beſchwören, der ſolche Gaukelei mit einem einzigen ſatyriſchen Worte vernichtet haben

privée de Frédéric-Guillaume II. Paris, 1811. 8.