Teil eines Werkes 
4. Bändchen (1827)
Entstehung
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theien, Juden, Herrnhuter, Mennoniſten und böh⸗ miſche Brüder, nach wie vor, geduldet und beſchuͤtzt werden ſollten; doch duͤrfte, außer der erlaubten Ab⸗ änderung ceremonieller Sachen, das Weſentliche des Lehrbegriffes bei keiner Confeſſion geändert wer⸗ den.Die alten Kirchenagenden und, Li⸗ turgieen ſollen beibehalten, die Grundſaͤulen des Glaubens der Chriſten nicht wankend gemacht, die Irrthuͤmer der Deiſten, Naturaliſten und anderer Secten nicht mehr aufgewärmt, der Glaube an das Geheimniß des Verſoͤhnungswerkes und der Genug⸗ thuung des Welterlöſers den Leuten nicht verdächtig oder uͤberfluſſig gemacht werden, welchem Unweſen Se. Majeſtäͤt ſchlechterdings geſteuert wiſſen wollen, vei unausbleiblicher Caſſation und, nach Befinden, noch haͤrterer Strafe. Die mit dieſen, leider, mehr oder weniger angeſteckt ſind, ſollen zwar im Amte gelaſſen werden, muͤſſen aber bei der Vorſchrift des Lehrbegriffes hei⸗ lig und unverletzbar bleiben. Die Beſetzung der Pfarreien, Lehrämter auf Univerſitaͤten und Schu⸗ len ſoll nur durch ſolche Subjecte geſchehen, an deren reiner Ueberzeugung von dem, was ſie öffentlich zu leh⸗ ren haben, man nicht zu zweifeln Urſache habe! Demungeachtet gelangte in dieſer Zeit das Weib des geheimen Kämmerers Rietz, die nunmehrige Grä⸗ fin von Lichtenau'), zu großem Einfluſſe, deſ⸗

*) Man vergleiche die, von ihr ſelbſt den Materia⸗ lien nach geſammelte, vom Prorector Schummel in Breslau aber geordnete und ſtyliſtiſch einge⸗ kleidete: LTpologte der Graͤfin Lichtenau⸗ 2 Theile. Leipzig u. Gera, 1808. 3. ſo wie die theilweiſe Berichtigung dieſer Apologie von Dampmartin; quelques traits de la vie