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des Volkerrechts: frei Schiff macht freies Gut, von beiden Theilen foörmlich anerkannt und ausgeſprochen. Gleichzeitig mit dieſem Vertrage, den Fried⸗ rich mit dem neuen Freiſtaate des vierten Erdtheils ab⸗ ſchloß, nahm das Haus des Erbſtatthalters, mit wel⸗ chem Friedrich nahe verwandt war, in einem der euro⸗ päiſchen Freiſtaaten, ſeine Vermittelung bei den Zwi⸗ ſtigkeiten dieſes Hauſes mit den Generalſtaaten in An⸗ ſpruch. Allein Friedrich lehnte ſeine Dazwiſchenkunft ab, weil ſein ſicherer politiſcher Tact zwiſchen Familien⸗ intereſſen und Staatsintereſſen genau unterſchied, und er alle Einmiſchung in die innern Angelegen⸗ heiten eines ſelbſtſtaͤndigen und gleichberechtigten Staates als unrechtlich verwarf. Mit dieſen gelaͤuterten Grundſatzen des Staats⸗ und Voͤlkerrechts naͤherte ſich der koͤnigliche Greis dem Ende ſeiner irdiſchen Laufbahn. Wenn andere Koͤnige in ihrem Alter geiſtig ſchwach wurden, und, wie namentlich Ludwig XIV., die niederſchlagende Erfahrung machten, daß ſie ſich uͤberlebt hatten, und daß ihr Staat nicht mehr auf dem politiſchen Höhepunete ſtand, auf welchen ſie ihn fruher ſtell⸗ ten; ſo trug Friedrich II. in ſeiner Seele das entge⸗ gengeſetzte Bewußtſeyn. Groß und kraͤftig ſtand die von ihm zu ihrer hohen Beſtimmung gefuͤhrte preu⸗ ßiſche Monarchie in der Mitte des europäiſchen Staatenſyſtems; geachtet dies⸗ und jenſeits des Weltmeers war ſein Geiſt, und das Wort der Ent⸗ ſcheidung, das er ſprach. Rings um ihn her im innern Staatsleben blühte ſeine neue Schöͤpfung auf; denn ſie ruhte nicht blos auf den materiellen Kräften des Bodens, des Feldbaues, des Gewerbs⸗ fleißes und des Handels; ſie ruhte zunaͤchſt auf dem geiſtigen Leben, das ſein eigener hoher Geiſt ge⸗


