Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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nordiſchen Neutralität, gegen Englands Beeintraͤchtigung der Schiffahrt und des Handels der neutralen Maͤchte, ſich angeſchloſſen, und, in demſelben Geiſte, unterzeichnete er, ein Jahr vor ſeinem Tode, einen Freundſchafts⸗ und Han⸗ delsvertrag mit dem nordamerikaniſchen Frei⸗ ſtaate. Dem großen Koöͤnige leuchtete der große Grundſatz des Voölkerrechts ein,daß freies Schiff freies Gut mache. Gegen dieſen, von Großbri⸗ tannien ſelbſt im Utrechter Frieden(1713) aner⸗ kannten, Grundſatz hatte aber England in den letzten Seekriegen geradezu gehandelt, und namentlich in dem mehrjäͤhrigen Kampfe mit den nordamerikani⸗ ſchen Kolonieen. Vielfach wurden waͤhrend dieſes Krieges die Rechte der neutralen Flagge von den brittiſchen Flotten beſchraͤnkt und beleidigt, bis end⸗ lich Katharina im Jahre 1780, gegen dieſe Ein⸗ griffe, die bewaffnete nordiſche Neutralität fuͤr die Behauptung der Rechte der neutralen Flagge ſtiftete, welcher Schweden, Daͤnemark, Portugal, Holland,

1781 und Preußen am 8. Mai 1781 ſich anſchloſſen.

Zwei Jahre ſpäter erkannte Großbritannien die Selbſtſtaͤndigkeit und Unabhaͤngigkeit des nordame⸗ rikaniſchen Bundesſtaates an, und bereits am 10 ten

1785 September 1785 ſchloß Friedrich IMI. mit dieſem

jungen Freiſtaate im Haag einen Freundſchafts⸗ und Handelsvertrag auf die Unterlage einer weiſen und aufgeklaͤrten Staatskunſt. Denn nicht nur, daß in dieſem Vertrage, auf den Fall eines zwiſchen Preußen und Nordamerika ausbrechenden Krieges, die ſchonendſte Behandlung der Kriegsge⸗ fangenen und des Privateigenthums der in beiden Staaten anſaͤſſigen Kaufleute feſtgeſetzt ward; es ward auch in demſelben der höchſte Grundſatz