Gotha, Weimar, Mecklenburg, die Markgrafen von Anſpach und Baden, der Landgraf von Heſſen⸗ Kaſſel, der Biſchoff von Osnabruͤck, und die Fuͤr⸗ ſten des Hauſes Anhalt an. Die Urkunde des Bun⸗ des ſelbſt ſetzte den Zweck deſſelben in die Erhaltung der teutſchen Reichsverfaſſung nach den beſtehenden Verträgen und Friedensſchluſſen; in die Bewahrung des Reichstages, der Reichskreiſe und Reichsgerichte vor jeder fremden Einmiſchung, und in die Be⸗ hauptung der offentlichen Ordnung gegen jeden ver⸗ faſſungswidrigen Schritt in Teutſchland. Mur in beſondern Artikeln ward des von Joſeph beabſichtig⸗ ten Tauſches gedacht. Die nächſte Folge dieſes Fuͤrſtenbundes war, daß Oeſtreich die Eintauſchung Bayerns gegen Belgien aufgab, wodurch die bis⸗ herige Stellung der teutſchen Reichsfuͤrſten unter ſich keine Veraͤnderung erlitt, und Seſtreich nicht in dem Mittelpuncte ſeines teutſchen Beſitzthums die beabſichtigte Verſtärkung erhielt. Allein dieſer Für⸗ ſtenbund knuͤpfte auch zugleich das nördliche Teutſch⸗ land an die Staatsintereſſen Preußens, und ver⸗ großerte die ſchon ſeit dem ſiebenjährigen Kriege ein⸗ getretene Entfremdung und Trennung des ſuͤdlichen Teutſchlands von dem nordlichen; eine Trennung, die im Laufe des franzöſiſchen Revolutionskrieges noch fuͤhlbarer ſich ankuͤndigte, und unter dem Ein⸗ fluſſe von Verhaͤltniſſen, die außer dem Kreiſe aller diplomatiſchen Berechnungen des Jahres 1785 la⸗ gen, im Jahre 1806 den unaufhaltbaren Umſturz der teutſchen Reichsverfaſſung ſelbſt herbeifuͤhrte.
Nach ähnlichen geläuterten Grundſätzen der Staatskunſt, hatte Friedrich bereits im Jahre 1781 der von Katharina Il. begruͤndeten bewaffneten


