Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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geſchehenen Vorſchlags entwickelte. Friedrichs Er⸗ klärung in St. Petersburg gab dieſen Grunden ein hoheres politiſches Gewicht, beſonders als er die von Rußland und Frankreich uͤbernommene Gewähr⸗ leiſtung des Teſchner Friedens geltend machte. Dar⸗ auf erklärte Katharina, daß ſie Teutſchlands Ver⸗ faſſung und Ruhe anerkenne, und den beabſichtig⸗ ten Tauſch nur unter der Vorausſetzung der freien Einwilligung beider Theile fuͤr nuͤtzlich gehalten habe, und Frankreich verſicherte, der Kaiſer Joſeph nehme, wegen der Weigerung des Herzogs von Zwei⸗ bruͤcken, ſelbſt ſeinen Antrag zuruͤck.

Allein Joſeph gab im Ganzen nur ausweichende Antworten;er werde nie gewaltſam eine Vertau⸗ ſchung erzwingen. Dieſe Erklärung befriedigte den König von Preußen nicht, der bereits im Jahre 1784 ſeinen Miniſtern Finkenſtein und Hertzberg den Plan zu einer Verbindung der Fuͤrſten Teutſchlands, nach der Art und Weiſe der fruhern in Teutſchland beſtehenden Fürſtenbundniſſe, vorgelegt hatte. Die erſte Mittheilung deshalb geſchah an die Churfur⸗ ſten von Sachſen und Hannover, weil der konigliche Greis, ergriffen von dieſer Idee, bei der Ueberzeu⸗ gung von dem großen Erfolge der Verwirklichung derſelben, es uͤber ſich gewann, nach zwei und zwan⸗ zigjähriger Entfremdung zwiſchen ihm und England, zuerſt ſich wieder dem Konige Georg III zu naͤhern. Sachſen und Hannover erkannten die Zweckmaͤßig⸗

1785 keit des Vorſchlages. So ward am 23. Jul. 1785 23. zu Berlin der teutſche Fuͤrſtenbund, Anfangs Jul. blos von Churbrandenburg, Churſachſen und Chur⸗

hannover unterzeichnet; doch ſchloſſen ſich demſelben bald darauf Churmainz und deſſen Coadjutor Dal⸗ berg, die Herzoge von Braunſchweig, Zweibruͤcken,