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Dagegen erklaͤrte die Kaiſerin Katharina von Ruß⸗ land, als Friedrichs Bundesgenoſſin, ſie werde den
Koͤnig mit einem Heere von 60,000 Mann unter⸗
ſtutzen.
Bei dieſen politiſchen Verhaͤltniſſen wurden, un⸗ ter Mitwirkung Rußlands und Frankreichs, neue Unterhandlungen zwiſchen Preußen und Oeſtreich angeknuͤpft, welche den bayriſchen Erbfolgekrieg—
1779 einen Krieg ohne Schlacht— im Teſchner Frie⸗ 13. den am 13. Mai 1779 dahin beendigten, daß der Mai. Wiener Vertrag vom 3. Januar 1778 zwiſchen
Oeſtreich und der Pfalz als aufgehoben erklaͤrt, dem Hauſe Pfalz der Beſitz Bayerns zugeſichert, von Bayern aber das Innviertel mit der Feſtung Braunau an Oeſtreich abgetreten, dem Churfuͤrſten von Sachſen ein Averſionalquantum von 6 Millionen Gulden fuͤr die bayriſche Allodialerbſchaft beſtimmt und das ſtreitig gewordene Hoheitsrecht uͤber die Beſitzungen des Hauſes Schoͤnburg beſtätigt, dem Hauſe Mecklenburg das jus de non appellando zu⸗ getheilt, und dem Koͤnige von Preußen von Sei⸗ ten Oeſtreichs verſprochen ward, der Vereinigung der beiden fraͤnkiſchen Fuͤrſtenthuͤmer Anſpach und Bayreuth mit den Laͤndern des Churſtaates Branden⸗ burg kein Hinderniß in den Weg zu legen, dafern der Mannsſtamm in den beiden Fuͤrſtenthuͤmern er⸗ löſchen wuͤrde. Denn Friedrich beabſichtigte dieſe Vereinigung, weil er, auf den Fall des Erloͤſchens der fraͤnkiſchen Seitenlinie der Dynaſtie Hohenzol⸗ lern, die Begruͤndung eines neuen Regentenhauſes in Franken durchaus nicht zu verſtatten gemeint war. Fuͤr dieſe Bewilligung im Teſchner Frieden verzich⸗ tete Friedrich auf die Entſchädigung fuͤr die aufge⸗ wandten Kriegskoſten. Zugleich ward in dem Teſch⸗


