Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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dings zweideutigen Anſpruche des Hauſes Meck⸗ lenburg auf die Landgrafſchaft Leuchtenberg in der Oberpfalz, wozu es durch eine, aus dem Anfange des ſechszehnten Jahrhunderts ſtammende, kaiſer⸗ liche Anwartſchaft berechtigt zu ſeyn glaubte.

Die von Friedrich Il. zu Wien uͤber die Aus⸗ gleichung dieſer diplomatiſchen Frage eingeleiteten Unterhandlungen zerſchlugen ſich ohne Erfolg. Während derſelben aber hatte ſich ein preußiſches Heer in Schleſien an der boͤhmiſchen Granze zuſam⸗ men gezogen; ein anderes, vom Prinzen Heinrich gefuͤhrt, ging durch Sachſen, mit welchem ſich, nach der Vereinigung des Churfurſten Friedrich Au⸗ guſt mit dem Könige von Preußen, das ſächſiſche Heer verband. Der Kaiſer Irſeph1l. dagegen ſtand in Boͤhmen in einem ſtark verſchanzten Lager. Zwar eroffnete Friedrich II. am 4. Julius 1778 1778 den bayriſchen Erbfolgekrieg durch ſein Ein⸗ ruͤcken in Bohmen; allein weder er, noch Maria Thereſia wuͤnſchten, bei ihrem Alter, die Erneue⸗ rung der Scenen und der Dauer des ſiebenjährigen Krieges. Mehr verlangte Joſeph Il. nach Kriegs⸗ thaten und Kriegsruhm. Doch mußten auch die Bundesgenoſſen beider Machte beruckſichtigt werden. Frankreich, ſeit dem Jahre 1756 mit Oeſtreich zu Schutz und Trutz vereinigt, war damals in dem See⸗ kriege gegen England vollauf beſchaftigt, in welchem es auf der Seite der nordamerikaniſchen Kolonieen ſtand, welche gegen Großbritannien ihre Selbſtſtaͤn⸗ digkeit und Unabhängigkeit erkämpften. Frankreich wich daher der Theilnahme am Kampfe mit der Er⸗ klärung aus, daß der Fall, wo es Oeſtreich unter⸗ ſtuͤtzen muſſe(der easus foederis), nicht vorhanden ſey; denn Oeſtreich wäre der angreifende Theil.