Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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lens, um ſchon vergeſſen zu ſeyn. Katharina hatte daher, bei ihrer Forderung, eine bedeutende, in ih⸗ ren Rechten gekraͤnkte, Parthei der Polen ſelbſt auf ihrer Seite, die durch die oͤffentliche Meinung des aufgeklarten Europa unterſtuͤtzt ward, wenn gleich Katharina dadurch ihre eigentliche Abſicht der fortdauernden Einmiſchung in die in⸗ nern Angelegenheiten eines Nachbar⸗ ſtaates erreichte. Denn, nach langen innern Gäͤhrungen in Polen, mußte endlich auch von Preußen unterſtuͤtzt der polniſche Reichstag im Jahre 1768 die Wiederherſtellung der vor⸗ maligen Rechte der Diſſidenten öͤffentlich 1768 ausſprechen. Febr. Dieſer Erfolg beleidigte die Staatskunſt des Hofes zu Verſailles, der in Polen den entgegenge⸗ ſetzten Zweck vergeblich zu erſtreben verſucht hatte. Frankreich bewirkte daher, nach jener Erklaͤrung des polniſchen Reichstages, die Confoͤderation der un⸗ 1768 zufriedenen Polen zu Bar in Podolien, geleitet von Mai. dem Biſchoffe Kraſinski von Kaminiec, ſo wie die Kriegserklärung der Pforte an 1768 Rußland. Während dieſes Krieges, der die Ohn⸗ 30. macht der Pforte dem uͤbrigen Europa verrieth und Oct. die ruſſiſchen Waffen mit den gluͤcklichſten Erfolgen kroͤnte, dienten nicht nur viele preußiſche Officiere, mit Friedrichs Genehmigung, in den ruſſiſchen Hee⸗ ren, ſondern Friedrich ſelbſt bezahlte an Rußland die in dem Buͤndniſſe von 1764 feſtgeſetzten Huͤlfs⸗ gelder. Ob nun gleich Frankreich zu Wien und Stockholm an einer Kriegserklärung gegen Rußland arbeiten ließ; ſo vereitelte doch die Reiſe des Prin⸗ zen Heinrich von Preußen nach Stockholm die Ab⸗ ſichten Frankreichs bei dieſer nordiſchen Macht, und