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Doch nicht blos das Inland, auch die Stellung Preußens gegen das Ausland, nahm Friedrichs Staatskunſt in Anſpruch. Beim Abſchluſſe des Hubertsburger Friedens war er ohne Bundesgenoſſen. Frankreich, ſein älterer Bundesgenoſſe in den beiden erſten ſchleſiſchen Kriegen, blieb nach dem Frieden in der innigſten Verbindung mit Oeſtreich, und die⸗ ſes mit Sachſen. England, ſein neuer Bundesge⸗ noſſe ſeit dem Jahre 1760, hatte, nach Georgs 1I. Tode, dem preußiſchen Intereſſe ſich entfremdet, und ſchuldete ihm noch die letzten Hulfsgelder. Sein Schwager auf dem Throne Schwedens war un⸗ maͤchtig durch die vom Auslande abhaͤngige ſchwe⸗ diſche Ariſtokratie. Nur Rußland blieb ihm alſo uͤbrig, wo mit der Thronbeſteigung der Katharina ein neuer Geiſt in die unbehuͤlflichen Maſſen des uber zwei Erdtheile ausgedehnten Rieſenreiches, und in die Staatskunſt des Kabinets von St. Peters⸗ burg ein neues Syſtem gekommen war. Hatte Peter l., während der Zeit ſeiner Regierung, die Erwerbung der Oſtſeeprovinzen und die Schwaͤchung der ſchwediſchen Macht im Blicke erhalten; ſo rich⸗ tete ſich Katharina's Politik ſogleich auf Polen, und, nach wenigen Jahren, auch auf das Reich der Os⸗ manen. Die Schwaͤche ſolcher Nachbarn war an⸗ lockend; denn, ungeachtet der Groͤße ihres Flächen⸗ raumes und ihrer Volkszahl, konnten die chroni⸗ ſchen Uebel ihrer Verfaſſung und Verwaltung dem Scharfblicke Katharina's nicht entgehen. Nament⸗ lich fand ſie ihrem Intereſſe angemeſſen, daß die umgeſtaltung des innern Staatslebens in Polen ver⸗ hindert wuͤrde; daß alſo in Polen ein Wahlthron bliebe, und die Anarchie ſeines Reichstages fortdauerte. Unter dieſen beiden Formen des in⸗


