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ſich zu erheben, und wer aus gerechten Grunden zu bitten hatte, konnte darauf rechnen, daß er den König nicht vergeblich bat. Dabei ward die Grund⸗ bedingung aller Einheit und Kraft im innern Staats⸗ leben von Friedrich feſtgehalten: Sparſamkeit und ſtrenge Ordnung im innern Haus⸗ halte. Sein großer Geiſt hatte keinen Sinn fuͤr das Schuldenmachen, in welchem er eine vor⸗ weggenommene Beſteuerung des kuͤnftigen Ge⸗ ſchlechts erkannte. Er zog es daher vor, nach ei⸗
nigen Jahren der Erholung ſeines Landes, die mei⸗1766
ſten Abgaben zu erhoͤhen, ob er gleich dabei den fruͤher geruͤgten Mißgriff beging, eine Regie ein⸗ zufuͤhren, deren Leitung er franzoͤſiſchen Beam⸗ ten anvertraute.„An dieſer Anſtalt war alles fremd, die Beamten, die Grundſätze, die Sprache, ſogar der Name*). Ihr Charakter war Haͤrte; ihre Zuſammenſetzung verwickelt, und dadurch vor⸗ zuͤglich druͤckend; ihr letzter Zweck Vermehrung der königlichen Einkuͤnfte; ihre Wirkung, die nächſte wenigſtens, laute Klage; ihre bleibenden Folgen ver⸗ derbliche Beſtechung und ſchaͤndlicher Schleichhandel. Verſoͤhnt hat ſich das Volk nie mit ihr; billiger hat es ſie allmaͤhlig beurtheilen lernen, als es in der Beſteuerung die gerechte Ruͤckſicht auf der Be⸗ duͤrfniſſe größere und geringere Entbehrlichkeit, im Vertheuern der Kunſterzeugniſſe des Auslandes die Belebung inlaͤndiſchen Kunſtfleißes, und ſpaterhin in der Verwendung der gewonnenen Summen red⸗ liche Beachtung der gemeinen Wohlfahrt erkannte.“
²) Manſo, in ſ. Geſchichte des preußiſchen Staa⸗ tes, Th. 1. S. 11.


