Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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413 Beſchraͤnktheit und Engherzigkeit des, in Spanien von Jeſuiten gebildeten, Kaiſers Rudolph 11, be⸗ deutende Bewegungen in Böhmen, Schleſien, Maͤh⸗ ren und den Lauſitzen veranlaßte, mußte er, zur Beruhigung der Proteſtanten in dieſen Ländern, den Majeſtaͤtsbrief unterzeichnen, worin er 1609 ihre kirchlichen Rechte und die freie Ausuͤbung ihres Lehrbegriffs anerkannte. Als aber, nach ſeines Bruders und Nachfolgers, des Kaiſers Matthias, 1619 Tode, die Krone Boͤhmens und der damit verbun⸗ denen Länder auf die ſteyermarkiſche Linie des Hau⸗ ſes Habsburg unter Ferdinand II. uͤbergehen ſollte, der zu Ingolſtadt in der Schule der Jeſuiten gebildet worden war; da traten die Schleſier, in Verbin⸗ dung mit den Boͤhmen und Lauſitzern gegen ihn auf, und verweigerten ihm die Anerkennung. Ueber Boͤhmens Schickſal entſchied die Schlacht auf dem 1620 weißen Berge bei Prag; allein gegen die Lauſitzer und Schleſier war Ferdinands Bundesgenoſſe, der prote⸗ ſtantiſche Churfurſt von Sachſen, Johann Georg I., gezogen, der mit den Schleſiern zu Dresden am 18. Februar 1621 einen Vertrag abſchloß, nach 1621 welchem ſie dem Kaiſer Ferdinand zu huldigen, eine Strafe von 300,000 Thalern zu zahlen, und vier⸗ tauſend Mann Truppen zur Vertheidigung Schle⸗ ſiens aufzuſtellen verſprachen, wogegen ihnen der Churfuͤrſt, im Namen des Kaiſers, Amneſtie, und den Proteſtanten die Gewährleiſtung ihrer bisherigen kirchlichen Rechte zuſicherte. Nur der von Ferdi⸗ nand II. in die Acht erklaͤrte Markgraf Johann Georg von Jägerndorf, aus der fraͤnkiſchen Linie der hohenzollernſchen Dynaſtie, ward durch den Kaiſer von der Amneſtie ausgeſchloſſen, und ſein Land auf welches die brandenburgiſche Linie des III. 8