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thias abgetretenen Länder wieder an Boͤhmen zuruͤck. So blieb Schleſien bei Boöͤhmen unter Wladislavs ſchwachem Sohne, Ludwig II., und, als mit dieſem im Jahre 1526 der Mannsſtamm ſeines Hauſes erloſch, folgte ihm auf den Thronen Ungarns, Böhmens und deren Nebenländer ſein
1527 Schwager, Ferdinand I., der Bruder des Kai⸗
ſers Karl V.
Während dieſer ganzen Zeit, wo nur noch einige kleine einheimiſche Fuͤrſtenhaͤuſer in Schleſien fort⸗ dauerten, verlor ſich in Schleſien der Geiſt immer mehr, der ein ſelbſtſtändiges Volk in ſeiner oͤffent⸗
üichen Ankuͤndigung bezeichnet, wenn ein eingebohr⸗
ner Fürſt an der Spitze deſſelben ſteht. Wie wich⸗ tig war es doch in dieſer Beziehung, daß Bran⸗ denburg, nachdem es die letzten Luxemburger nur wie ein Chatouillengut behandelt hatten, mit Friedrich von Hohenzollern wieder einen inlandiſchen Regen⸗ tenſtamm erhielt! Dies fehlte in Schleſien, wenn es gleich in der Geſammtheit ſeiner Bevoͤlkerung, und nach ſeinem innern Wohlſtande, in dem aus⸗ gehenden funfzehnten Jahrhunderte und in der er⸗ ſten Hälfte des ſechszehnten, höher ſtand, als Bran⸗ denburg.
Bei dem friſchen Volksleben in Schleſien, und bei den dielfachen wiſſenſchaftlichen und Handelsbe⸗ ruͤhrungen mit Teutſchland, durfte es nicht befremden, daß die Kirchenverbeſſerung fruͤhzeitig in Schleſien Eingang fand. Bereits im Jahre 1522 hatte der gereinigte Lehrbegriff Anhaänger und Be⸗ kenner in Breslau und Liegnitz. Als ſpäter, am Anfange des ſechszehnten Jahrhunderts, die geiſtige


