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heimgefallene Lehen einzog. Dazu kam die große Sterblichkeit in dieſen ſchleſiſchen Dynaſticen, ſo
daß in der zweiten Haͤlfte des ſiebenzehnten Jahrhun⸗ derts kein eingebohrnes Fuͤrſtenhaus in Schleſien mehr beſtand.
Die Behandlung Schleſiens, als eines böhmi⸗ ſchen Vaſallenlandes, wechſelte theils mit der Per⸗ ſönlichkeit der Oberlehnsherren, theils mit den äber Boͤhmen herrſchenden Dynaſtieen. Die Soͤhne des Kaiſers Karl IV., die Könige Wenzel und Sigis⸗ mund, aus dem luxemburgiſchen Geſchlechte, ſtan⸗ den an Regenteneigenſchaften weit hinter ihrem Va⸗ ter zuruͤck. Namentlich wirkte der unter Sigismund beginnende Huſſitenkrieg in vielfacher Hinſicht nach⸗ theilig auf Schleſien ein. Denn mannigfaltige kirchliche und politiſche Gährungsſtoffe wurden ſeit dieſer Zeit in Schleſien aufgeregt, und nicht ohne
längern Widerſtand erfolgte endlich die Anerkennung
des unternehmenden boͤhmiſchen Königs Georg Po⸗
diebrad von den Schleſiern, der ſeinen Sohn Hein⸗
rich mit den Fuͤrſtenthuͤmern Glatz und Muͤnſter⸗ berg belehnte.
Noch bedenklicher war der Kampf, der, nach Georgs Tode, zwiſchen dem neugewählten Koͤnige 1471 Boͤhmens, dem polniſchen Prinzen Wladislav, und dem Konige Matthias Corvinus von Ungarn aus⸗ brach, bis der Friede von Olmuͤtz dahin ent⸗1478 ſchied, daß Schleſien, Maͤhren und die beiden Lauſitzen von Wladislav an Ungarn abgetre⸗ ten wurden. Der neue Oberlehnsherr behandelte
Schleſien mit Strenge, beſonders in Betreff der er⸗ hohten Beſteuerung; doch fielen, nach Matthias fruͤhzeitigem Tode, als ihm Wiadislav auch auf 1490 dem Wahlthrone Ungarns folgte, die drei dem Mat⸗


